Die Stadt San Pedro de Atacama

Nüchtern betrachtet ist San Pedro de Atacama keine schöne Stadt und wird von vermutlich 80% Touristen bevölkert. Der Kern selber besteht aus Unterkünften, Kneipen und kleinen Supermärkten. Die übrigens keinen Alkohol haben. Nur Wasser und Energy Drinks für die Hippster Generation. Mussten drei Läden abklappern bevor wir ein Six Pack Bier bekommen haben. Ernst hatte schon Hals. Durchzogen wird alles von Sandstrassen. Nur ein oder zwei Straßen sind geteert.

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Das Rathaus von San Pedro
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Die Flaniermeile
Geführte Touren, Entspannung für Mensch und Motorrad

Am Vorabend haben wir noch Touren gebucht für die nächsten zwei Tage. Eine Tagestour am Freitag und zwei Touren am Samstag. Nach einer kurzen Suche haben wir uns dann für Cosmo Andino Expediciones entschieden. Stellte sich als gute Wahl heraus. Warum geführte Tour und nicht auf eigene Faust? Zum einen wollten wir nach fast 5000 Kilometern einfach mal die Motorräder stehen lassen und uns chauffieren lassen. Zweitens haben wir die Pisten im Bus erlebt. Eine Qual für Mensch und Maschine. Drittens bekommt man durch eine Guided Tour einfach mehr Informationen und trifft nebenbei Reisende aus jedem Winkel der Welt. Kann aber jeder handhaben wir er möchte.

Am Freitag stand dann die Tour zu den Lagunen an. 5 Uhr morgens aufstehen. Leider war mein Magen immer noch nicht in Ordnung. Das Risiko jede halbe Stunde irgendwo hinter dem Bus verschwinden zu müssen hat mich dann doch abgeschreckt. Ernst ist dann alleine auf die Tour gegangen. Ich habe mich dann den ganzen Tag von Wasser, Tee und der einen oder anderen Kohletablette ernährt. Am Abend als Ernst zurückgekommen ist dann zwar Besserung aber nicht vollständig weg. Ernst hat mich dann zu Plan B gedrängt. Pisco Classic und Parillada para dos, Alkohol und viel Fleisch 😂

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Die Diät.

Ob es die drei Piscos oder das Fleisch waren kann ich nicht sagen. Aber was soll ich sagen. Mir ging es am nächsten Morgen wieder blended. Auf der Tour haben wir dann erfahren, dass im Pisco Pflanzen verwendet werden die gut für den Magen sind. Deswegen gibt es ab sofort jeden Abend Pisco. Rein zu medizinischen Zwecken natürlich 😂

Tour zu den El Tatio Geysiren

Am Samstag morgen ging es dann los mit der Tour zu den El Tatio Geysiren. 5 Uhr Abfahrt um dann bei stockfinsterer Nacht über 100 km Piste zu brettern. Muss ich nicht mit dem Moped haben. Am Parkeingang dann angekommen stellte unser Fahrer fest das wir einen Plattfuß haben. Alle wieder raus und Reifen wechseln. Nach 10 min ging es dann weiter. Warum so früh raus? Nicht wegen Sonnenaufgang wie uns erklärt wurde sondern die Dampfwolken verschwinden sobald es wärmer wird.

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Eingang zum Park
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Einer der zahlreichen Geysire
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Interessantes Farbenspiel
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Und Vulkane im Hintergrund

Auf dem Rückweg kamen wir dann an zahlreichen Feuchtgebieten vorbei wo wir wilde Vikunjas (Eine andere Art von Alpakas), Vögel, Fuchs und sogar chilenische Flamingos erleben durften. Abschluss bildete dann noch das Tal der Kakteen. Hat uns nach Uyuni nicht sonderlich beeindruckt.

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Feuchtgebiet auf knapp 4000 Hm. Nur dort gibt es Tiere. Ca. 2000 Hm tiefer im Valle de la Luna ist es zu trocken
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Chilenische Flamingos. Zu erkennen an den schwarzen Schwanzfedern
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Der hat ganz schön posiert
Tour ins Valle de la Mars

Am Nachmittag dann die nächste Tour ins Valle de la Mars. Dort hatten wir dann eine ca. 2h Wanderung vor uns. Diese wurde aber nie langweilig da uns unser Guide sehr viel wissenswertes über die geologischen Zusammenhänge dieser Region erklärte. Mir war zum Beispiel nicht bewusst, dass man hier einen Super Vulkan vermutet.

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Das war vor Millionen von Jahren mal ein Ozean
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Lord Voldemort
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Sanddüne in Valle de la Mars. Die sind wir auf der Tour dann runtergelaufen
Valle de la Luna

Danach ging es wieder in den Bus um zum Valle de la Luna zu fahren. Dort wurde uns erklärt unter welchem widrigen Umständen hier vor Jahren noch Salz abgebaut worden ist. Heutzutage steht der Valle de la Luna unter Schutz und Besucher dürfen die markieren Wege nicht verlassen. Abschluss war dann noch die Wanderung auf einem Grat um den Sonnenuntergang über der Atacama erleben zu dürfen.

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Sanddüne in Valle de la Luna
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Sonnenuntergang über der Atacama
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Man muss auch mal in die andere Richtung schauen können

Tag 22 - Südamerika 2019 – Tag 22 Antofagasta
Tag 18 - Südamerika 2019 – Tag 18 San Pedro de Atacama