Heute ist offiziell der letzte Tag unserer Reise durch Südamerika. Ziel ist Santiago von wo wir dann nächste Woche zurück in die Heimat fliegen werden.
Nachdem wir uns am Morgen von unserem deutschen Ehepaar verabschieden haben geht es raus aus Santa Cruz in Richtung Ruta 5. Bei angenehmen Temperaturen geht es vorbei an Weinbergen und diversen Weingütern. An solchen Tagen möchte man glatt weiterfahren und denkt etwas wehmütig an das Ende der Tour. Nachdem ich in den letzten Tagen immer wieder ein leichtes klappern am Hinterrad bemerkte schaute ich mir am nächsten Rastplatz die Sache genauer an. Und das sah nicht wirklich gut aus. Hinterrad lies sich auf der Nabe bewegen. Vermutlich das Lager ausgeschlagen. Was nun? Nachdem wir noch 100 Kilometer bis Santiago hatten beschloss ich das Risiko einzugehen und die Strecke zu fahren. Mit dem Gedanken im Hinterkopf das sich das alles fressen kann und dann das Hinterrad blockiert. Bei 100 km/h auf der Autobahn unlustig.
Am Ende ging dann alles gut und wir kamen gut an der Casa Matte an. Christian kam uns schon freudestrahlend entgegen und begrüßte uns. Nachdem ich ihn das Lager gezeigt habe ruft er sofort bei seinem Kumpel von Jonny Motors an und macht einen Termin aus. Kann gleich hinfahren und sie schauen sich das Dilemma an. An der Werkstatt angekommen drückt mir der Mechaniker erstmal ein kühles Bier in die Hand und fängt an das Hinterrad auszubauen.
Am Ende waren alle drei Lager im Eimer und mussten ausgetauscht werden. Hat den halben Nachmittag gekostet aber jetzt fährt die Tiger wieder problemlos. Gibt trotzdem noch einiges zu machen sobald sie zurück in Deutschland ist. Die knapp 14.000 Kilometer haben dann doch Spuren hinterlassen. Bei Mensch und Maschine 😊
Trotzdem werde ich Südamerika mit einem lachenden und weinenden Auge verlassen. Lachend weil ich mich drauf freue Familie, Freunde und auch Kollegen wieder zu treffen. Weinend weil Südamerika so viel zu bieten hat und ich nur einen kleinen Teil sehen konnte. Zumindest ist mein Plan irgendwann wieder nach Südamerika zu reisen. Vielleicht dann auch länger 😛
fin de la historia 😊😢