Südamerika 2019 – Letzte Vorbereitungen

So. Es kann langsam losgehen. Kundendienst beim freundlichen Triumph Team in Regensburg durchführen lassen. Check. Neue Reifen aufziehen lassen. Check. Packliste vervollständigt. Check. Am Samstag ist es nun soweit. Ernst und ich werden die beiden Maschinen nach Hamburg bringen und dort am Hafen abgeben. Die Motorräder werden dann im Container verladen und per Seefracht nach Valparaiso verschifft. Wir fliegen dann ein paar Wochen später hinterher und hoffen die beiden Motorräder dort unversehrt in Empfang nehmen zu können. Warum Seefracht? Für uns das beste Preis/Leistungsverhältnis. In ein paar Wochen werde ich sehen ob man Intime empfehlen kann oder die Finger davon lassen soll.

Letze Vorbereitungen um die Tiger Südamerika tauglich zu machen.
Ankunft in Hamburg bei bestem Wetter
In so einem Container wird die Tiger auch bald sein

Südamerika 2019 – Der Anfang

Was vor mehr als 4 Jahren mit einer simplen Idee angefangen wird jetzt langsam Realität. Eine Tour mit dem eigenen Motorrad durch Südamerika. Leider geht aus zeitlichen und auch politischen Gründen nicht ganz Südamerika aber unser Ziel ist es, Chile, Argentinien, Bolivien und Peru zu bereisen. Aktuell sind wir bei den letzen Vorbereitungen bevor es Ende Oktober dann für 3 Monate nach Südamerika gehen wird. Auch wenn sich in den letzten Jahren einiges geändert hat, Reisepartner kann aus persönlichen Gründen nicht mitkommen, bei mir kam ein neuer Job dazu habe ich diesen Traum nie aus den Augen gelassen. Ich kann das jeden nur empfehlen. Live your life.

Ich werde versuchen auf dieser Seite Eindrücke und Bilder meiner Reise zu posten.

Heidenau K60 vs Conti TKC70

Folgende Bewertung ist basierend auf den Reifengrößen 90/90-21 und 150/70 R17 gefahren auf einer Triumph Tiger 800 XC.

Wir sind im letztes Jahr relativ viel gefahren und hatten damit die Möglichkeit relativ viele Reifen zu testen. Gerade wegen der hohen Laufleistung von ca. 20.000 km pro Saison ist der Reifenverschleiss hoch. Mein Favoriten letztes Jahren waren der Heidenau K60 Scout mit dem ich ca. 10.000 km gefahren bin. Im Anschluss wurde sich der Continental TKC70 angesehen und damit bisher ca. 15.000 km Strecke gemacht. Hier das aktuelles Fazit.

Heidenau K60 Scout Continental TKC70
Laufleistung Sehr gut. Trotz des groben Belages in Norwegen hielt der Reifen ca. 10.000 km Gut. Mischung scheint ein wenig weicher zu sein. Erster Satz ca. 8500 km. Zweiter liegt jetzt bei 8000 km und dürfte noch für weitere 1000 km gut sein
Laufverhalten Im Bereich von 80 km/h bis 170 km/h sehr gut. Im Stadtbetrieb hatte ich teilweise mit leichtem hoppeln zu kämpfen. Unter 50 km/h wird der Reifen etwas lauter Bis 140 km/h besser als der Heidenau. Ab 140 km/h fängt der Vorderreifen massiv an am Lenker zu wackeln was beim Überholen nicht sehr angenehm ist.
Offroad Sehr gutes Verhalten auf groben Schotterstrecken Sehr gutes Verhalten auf groben Schotterstrecken
Nässe Sehr gute Haftung bei Nässe Hervorragendes Verhalten auf Nassen Strassen
Profilbild Passt perfekt zur Tiger 800 XC Nicht ganz so kerniges Aussehen wie der Heidenau
Preis ca. 170 Euro für Vorne und Hinten ca. 220 Euro für Vorne und Hinten

Der nächste Reifen wird sicherlich wieder ein Heidenau K60 Scout werden. Gegen den Conti spricht a) der höhere Preis und b) das Verhalten ab 140 km/h. Letzteres ist einfach ein No-Go. Scheint aber am 21er Vorderrad zu liegen. Freund fährt den gleichen Reifen in normaler Größe und kennt das Verhalten nicht.

Einmal Nordkap und zurück

Ja ich weiß. Es ist bereits 2015 und die nächste größere Tour steht bereits an da ist der Bericht über Norwegen 2014 gerade mal fertig geworden. Liegt aber daran, dass ich lange mit mir gerungen habe wie man das Thema am besten an den Mann oder auch die Frau bringt. Reiseberichte gibt es viele im Internet und deswegen würde ich mich hier gerne auf die eher praktischen Dinge beschränken und lieber die Bilder für sich sprechen lassen.

Ein wenig Hintergrund

Anfang 2014 sind Tomie und ich auf die Idee gekommen, dass es cool wäre, wenn wir ein Foto von uns und unseren Bikes vor der Weltkugel am Nordkapp hätten. Und wenn wir schon da oben sind kann man auf dem Heimweg der russischen Grenze bei Kirkenes einen Besuch abstatten

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und in Rovaniemi den Weihnachtsmann begrüßen. Und weil wir beide noch nicht im Baltikum waren und es – mehr oder weniger – auf der Strecke lag, kam das auch noch auf die Liste. Herausgekommen ist dann eine Tour die uns in ca. 3 Wochen und knapp 10.000 Kilometer durch nahezu 10 europäische Länder geführt hat. [Weiterlesen…]

2014 – Dolomiten „Luxus“ Tour

Passo Rolle

Nach jahrelanger Abstinenz war dieses Jahr wieder eine Dolomiten Tour geplant. Und wie es der Zufall so will bekam ich dieses Jahr gleich zweimal die Möglichkeit so bekannte Pässe wie das „Sella Joch“ oder den „Pordoi“ zu befahren. Wer die Pässe und Ortschaften genießen möchte dem sei eine Zeit außerhalb der Ferien angeraten. Gerade August empfand ich als sehr anstrengend da neben deutschen Touristen auch noch die Italiener Ferien haben und die meisten Pässe mit Wohnmobilen, Reisebusen und schleichenden Touristen verstopft sind. Auch möchte ich hier mit einem Vorurteil aufräumen. Italiener fahren NICHT schnell und rücksichtslos. Die meisten „Bremser“ auf den Strassen waren komischerweise Italiener. Kein Ansatz vom rasenden Pizzaboten zu sehen, wie man hierzulande immer denkt. Ich kann zumindest den September als gute Reisezeit empfehlen auch wenn es vielleicht auf einigen Pässen schon empfindlich kalt werden kann. Aber mit den passenden Klamotten geht das schon. Und noch einen Vorteil hat der September. Der Heizerfraktion ist es auch zu kalt, was entspanntes „Passknacken“ bedeutet.

Anreise

Tourstart war am Donnerstag. Mit von der Partie waren diesmal Alex und Wanda und das obwohl es für Alex auf der gesamten Tour keine Worschd geben sollte. Über den Brenner hat es die Thüringer Bratwurst dann doch noch nicht geschafft. Bei bedecktem Himmel ging es am Donnerstag relativ früh los. Hatten an diesem Tag ca. 500 km vor uns und davon mehr als die Hälfte Autobahn. Ja Alex, mit Auto und Anhänger wäre es entspannter gewesen aber wo bleibt da der Spass? Der A9 folgend ging es an München vorbei und dann in Richtung Garmisch. Da es Wochentags war hatten wir auch die Möglichkeit die „Kesselbergstrasse“ zu fahren. Diese ist leider für Motorräder am Wochenende und an Feiertagen gesperrt. Durch das Überholverbot und die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h macht die ganze Strecke nicht mehr wirklich Spass. Da kann man sich bei den ganzen Rasern bedanken die mit ihrer rücksichtslosen Fahrweise massgeblich dafür verantwortlich waren. Vorbei an Kochel und Walchensee

Kochelsee

ging es dann weiter in Richtung Mittenwald und Innsbruck um dann über die alte Brennerstrasse nach Italien zu gelangen. Zumindest spart man sich auf diesem Wege einiges an Mautgebühren. Wobei die alte Brennerstrasse bei schlechtem Wetter und viel Verkehr auch kein wirklicher Spass ist. In Sterzing gibt es dann zwei Möglichkeiten um nach Gröden zu gelangen. Entweder nimmt man die Bundestrasse die parallel zur Autobahn verläuft (Langweilig aber zweckmäßig) oder man fährt auf der SS508 ein Stück durch das Sarntal. Letzeres war zumindest für die Anfahrt unsere Wahl. [Weiterlesen…]