Das Rad dreht sich oder der Beginn eines neuen Zeitalters

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Das Rad der Zeit dreht sich, Zeitalter kommen und gehen und hinterlassen Erinnerungen, die zu Legenden werden. Legenden verblassen zu Mythen und selbst die sind längst vergessen, wenn das Zeitalter wiederkehrt, das an ihrem Ursprung stand.

Zugegeben, es klingt sehr poetisch und ich habe mir das Zitat von meinem Lieblingsfantasy Zyklus, „Rad der Zeit“ von Robert  Jordan, ausgeliehen. Es erscheint mir aber passend, da ich dieses Wochenende meine Honda 600 CBR, nach fast 15 Jahren und 65000 km, in den wohlverdienten Ruhestand schicken werde und vom „Rennbock“ auf eine Enduro umsteige. Das soll aber nicht bedeuten, dass ich nicht mehr Motorrad fahren werde. Eher das Gegenteil. Ich will noch mehr fahren und dann auch längere Touren. Dafür braucht man aber auch das geeignete Gefährt. Aus diesem Grund habe ich mich letztes Jahr mit einigen Freunden unterhalten und Foren gewälzt was für eine Maschine in Frage kommen könnte. Meine Favoriten im 1200er Segment wären klar KTM und BMW gewesen. Nur sind mir beide einfach zu teuer. Erschwinglicher sind dann schon die Tourer in 800er Klasse und hier gab es für mich persönlich nur eine Marke nämlich Triumph.

Als dann Ende letzten Jahres eine Sonderedition der Tiger 800 XC angekündigt wurde, war meine Entscheidung gefallen. Zusammen mit Tomie habe ich mich auf den Weg nach Regensburg gemacht, weil es hieß, dass der Kuhnert in Regensburg einer der besten Triumph Händler in der Gegend sei. Davon konnte ich mich inzwischen selbst überzeugen und kann den Kuhnert uneingeschränkt weiterempfehlen. Im Laden dann relativ spontan alles zusammengestellt was man für größere Abenteuer so braucht. Dazu gehören Koffer, Navi (Garmin Zumo 390) und diverse Schutzbügel. Auch nicht zu vergessen ein automatische Kettenöler von CLS. Nie mehr Kette ölen oder groß sauber machen müssen hat seinen Reiz. Danach fing das Warten auf die Maschine an. Mitte Januar dann der erlösende Anruf aus Regensburg. Die Maschine ist angekommen und wird so schnell wie möglich fertig gemacht. Jetzt muss nur noch das passende Wetter kommen um die Kleine abzuholen und das neue Zeitalter kann beginnen.

Das sollte sich dann Anfang März ergeben. Die Wettervorhersage wurde zwar immer schlechter, je näher das erste März Wochenende kam aber die neue Textilkombi von Rukka wollte ja auch mal eingeweiht werden. Wenn nicht jetzt wann dann? Also: Bahnticket gekauft, Tomie organisiert damit er mich vom Bahnhof in Regensburg zum Händler bringt und los ging es. Beim Kuhnert herrschte Überraschung als ich aufgetaucht bin. Hätte vielleicht vorher doch mal anrufen sollen? Also nichts mit spontaner Abholung. Tigerchen muss erst „ausgeparkt“ und hübsch gemacht werden. Leider war die Kaffeemaschine im Laden defekt, sodaß wir uns unsere Dosis Koffein beim nächsten McCafe abholen mussten.  Nachdem das schwarze Zeuchs vernichtet war, ging es zurück zum Händler um die Tiger endlich in Empfang zu nehmen. Schon beim hinfahren konnte ich sie in der Sonne glänzen sehen.

Frisch poliert und keine Dreckspritzer zu sehen. Tomie hat zum Glück Fotos gemacht weil sich das sicherlich in den nächsten Wochen ändern wird. Zu viel putzen ist schlecht für den Lack. Marcus gab dann noch eine Einweisung um die grundsätzlichen Funktionen zu erläutern. Wie funktioniert der Bordcomputer, wie die Griffheizung oder auch der Kettenöler. Ich wurde außerdem darauf hingewiesen, dass ich die nächsten 800 Kilometer die Tiger einfahren muss. Also nichts mit heizen. Gut, neue Reifen und kalte Straße laden eh nicht zum schnell fahren ein. Nach gefühlten Stunden war es dann endlich soweit. Marcus sprach die feierlichen Worte „Das ist jetzt deine Maschine. Viel Spaß damit und fahr vorsichtig“.

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Wels wir kommen! Zügig machten Tomie und ich uns auf den Weg. Wir wollten schließlich noch bei Tageslicht in Österreich einrollen. Ein kurzer Tankstopp und dann ging es auch schon los in Richtung Süden. Devise war es, gemütlich zu fahren und Autobahnen um jeden Preis zu vermeiden. Die ersten Kilometer waren sehr ungewohnt für mich und der Spassfaktor relativ gering. Ich musste mich erst langsam an die neue Sitzhaltung und den Umgang mit Bremse und Kupplung gewöhnen. Das wurde aber, mit jedem Kilometer und jeder Kurve die wir fuhren, besser. Am Ende des Tages als wir dann in Wels ankamen hatte ich die Tiger richtig in mein Herz geschlossen. Auch jetzt nach ca. 4 Wochen und knapp 1500 km habe ich die Entscheidung noch nicht bereut. Daher sehe ich schon erwartungsvoll auf die nächsten Touren mit der Raubkatze

Tom

 

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Kommentare

  1. Sandra meint:

    Tolle Seite die ihr hier habt! Bin durch Antje darauf gestoßen und verfolge mit großer Neugier ihre Tour zur Ostsee.
    Faszinierend das du extra von Österreich zum Kuhnert nach Regensburg fährst um eine Triumph zu kaufen,schön das sich der Kuhnert auch bei euch einen Namen macht. Bin schon des öfteren dort gewesen und sobald das Geld reicht und die CBR weg ist gibts wohl ne Streety vom Kuhnert :-)
    Die sind dort wirklich supernett und man fühlt sich wohl dort…fast wie zu Hause *lach*
    Also macht weiter so,freue mich schon auf neue Bilder und Berichte.
    LG aus Niederbayern
    Sandra :-)

  2. Tomie meint:

    Hallo Sandra,

    meine Tiger hatte ich bereits gekauft als ich noch in Regensburg gewohnt habe. Was mich nach meinem Umzug nach Österreich natürlich nicht weiter davon abhält das schöne Regensburg zu besuchen ;) Tom ist unser Franke im Team, er hatte eigentlich keine Wahl ^^
    Schön das dir unsere Seite gefällt und mit der zukünftigen Streety wirst sicher viel Spass haben.

    VG Tomie

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